Von Oswald Zintl

 

Mittwoch, 21. Februar 2018

Sportheim-Anbau hat beim SVP Priorität

 

Mit einer reduzierten Investitionssumme von unter 250 000 Euro soll nun das Projekt angegangen werden. Sportlich ist bei der ersten Mannschaft noch Luft nach oben.

 

Poppenreuth – Die Verantwortlichen des Sportvereins sind nicht für Schnellschüsse zu haben und überlegen sehr detailliert, wo bei neuen Vorhaben gespart werden kann. In der Jahreshauptversammlung erinnerte Vorsitzender Heribert Pickert an die letztjährige Versammlung mit der Vorstellung der Planung für den Sportheim-Anbau, die von einer Investitionssumme von 300 000 Euro ausging. In den zurückliegenden zwölf Monaten wurden dazu neue Ideen eingebracht „und uns gingen immer wieder neue Lichter auf“, ergänzte Pickert. In den nächsten Tagen werde ein neuer Plan zur Genehmigung eingereicht. Die neue Kostenrechnung mit 250 000 Euro richtet sich auch nach den

 

Vorgaben des BLSV, der dafür „einfachere Zuschuss-Möglichkeiten“ vorsieht. Nachdem die Darlehen aus dem Sportplatzbau in diesem Jahr auslaufen, ist die Vereinsführung überzeugt, dass das neue Projekt gestemmt werden kann.

 

Zur sportlichen Situation der ersten Mannschaft in der Bezirksliga merkte Pickert an, dass es nicht

 

leicht werde, die Kurve zu kriegen und damit den Klassenerhalt zu schaffen. Vor dem Beginn der neuen Serie verließen insgesamt acht Spieler, darunter auch David Sládecek, Jirí Procházka, Lukas Komberec und Martin Polom, vier erfahrene Spieler, die zusammen 33 Tore erzielt hatten, den Verein. Mit vielen jungen Talenten aus Tschechien sollte der Aderlass kompensiert werden. Spielertrainer

 

Václav Peroutka und die Vereinsführung besorgten den neuen Hoffnungsträgern Wohnungen und Arbeitsplätze. Trotz dieser Rahmenbedingungen gelang die Integration nur zum Teil und die gut ausgebildeten Fußballer zog es in der Winterpause vom „Heimweh geplagt“ wieder zu ihren Familien und Freunden.

 

Erfreulich, so Pickert, ist die Rückkehr von Lukas Komberec, der die Torflaute beenden soll. Weitere Neuzugänge sind angedacht. In diesem Zusammenhang dankte Pickert Spielertrainer Václav Peroutka für seine Arbeit: „Enzo ist ein absoluter Glücksfall für uns. Neben einem fundierten

 

Training kümmert er sich um seine Spieler und öffnet dafür Türen bei Arbeitgebern und Sponsoren.“

 

Zur zweiten Mannschaft merkte der Vorsitzende an, dass diese bei Andreas Pirner in guten Händen sei und sportlich gute Fortschritte mache.

 

Außerordentliche finanzielle Belastungen blieben im letzten Jahr nicht aus. Es mussten notwendige

 

Arbeiten im Bereich der Gastronomie, der Flutlichtstrahler, der Rasenplätze und am vom Verein genutzten Auto vorgenommen werden. Die Hoffnung, den alten Rasentraktor wieder flott zu bekommen, erfüllte sich nicht und machte eine Neuanschaffung notwendig.

 

„Für Reparaturversuche und die Neuanschaffung mussten knapp 19 000 Euro aufgewendet werden.“

 

In diesem Zusammenhang merkte der Vorsitzende an, dass er sich für die Neuanschaffung einen höheren Zuschuss der Stadt erwartet hätte, sei aber trotzdem zufrieden. Dank sagte Pickert in diesem Zusammenhang an viele private Sponsoren für ihre Unterstützung und hofft, dass das neue Gerät die nächsten 20 Jahre hält.

 

Trotz dieser außerordentlichen Belastungen stellte Pickert zufrieden fest, dass der Verein allen finanziellen Verpflichtungen nachgekommen sei. Möglich war und ist dies aber nur durch zusätzliches Engagement und Arbeitseinsätze vieler ehrenamtlicher Helfer bei der Schlemmermeile, der Osterparty, dem Weihnachtsmarkt und dem Ausrichten von Firmenfesten, um nur einige zu nennen. Allen Helfern und Mitstreitern dankte Pickert dafür. „Und wenn wir in Zukunft genauso zusammenhalten, schaffen wir auch die Herausforderung Sportheim-Anbau“,

 

ist Pickert überzeugt.

Kassier Werner Seitz präsentierte die Jahresrechnung 2017 und verkündete zufrieden, dass der Sportverein seit 1997 seine in Anspruch genommen Darlehen – ausgenommen ein langfristiges Darlehen vom BLSV– in Höhe von etwa 160 000 Euro im Laufe dieses Jahres auf „Null“ stellen werde. Auch Seitz ist überzeugt, dass damit der Weg frei ist für die Sportheim-Anbau-Investition.

 

Spielleiter Reinhard Glatz und Andreas Pirner gingen in ihren Berichten auf die sportliche Situation der beiden Herrenmannschaften und den Nachwuchsbereich ein.

 

Treue Mitglieder gehören zu einem guten Fundament jeden Vereins, so Heribert Pickert. Bei der anschließenden Ehrung wurden Holger Legat und Stefan Voit für 25 Jahre Vereinszuge-hörigkeit ausgezeichnet.

 

Seit 50 Jahren halten Otto Busch, Alfred Glatz, Reinhard Glatz, Hermann Hofmann, Siegfried Käs, Arnold Köllner, Roland Köllner, Alfons Paulus, Theo Pickert, Heribert Pickert, Robert

 

Reindl, Helmut Reuschl, Berthold Schraml und Oswald Zintl dem Verein die Treue und auf gar 60 Jahre bringen es Anton Schmaus und Werner Franz.

 

Mit einer Ehrenurkunde für 30 Jahre „Vorsitzender beim SVP“ überraschte Martin Betz den Motor und Lenker des Vereins, Heribert Pickert, der sich selbst für keine Arbeit zu schade ist. Pickerts Kommentar dazu: „Ich habe über diese lange Zeit nicht nachgedacht und bin total überrascht. Es gibt noch viele Ideen und wir werden noch viel erreichen, wenn die Gesundheit mitspielt.“

 

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis:

 

Vorsitzender bleibt Heribert Pickert, Stellvertreter sind Martin Betz und Mario Bauer, Hauptkassier Werner Seitz, Schriftführerin Sylvia Spörrer, Spielleiter Reinhard Glatz,

 

Jugendleiter Andreas Pirner sowie Kassenprüfer Hans Malzer und Gerald Albert.